Eigentlich sollten alle Zusammenhänge erklärbar sein: Schlechte Bedingungen sollten zu schlechten Auswirkungen führen. So sollte hoher Zeitdruck oder schlechte Führung zu erhöhtem Stressempfinden oder sinkender Zufriedenheit führen.

Manchmal aber zeigen sich scheinbar widersinnige Zusammenhänge. Häufig vorkommende Beispiele sind:

  • Eine positive Bewertung der Kollegen korreliert mit Erschöpfung.
  • Ein positives Privatleben korreliert mit Stressempfinden.
  • Zufriedenheit korreliert mit Zeitdruck.

Generell gibt es für solche widersinnigen Effekte drei mögliche Erklärungen:

  1. Der Zusammenhang ergibt sich aus einem besonderen Ereignis. Beispielsweise kommt es oft bei besonderen Belastungssituationen im Betrieb (z.B. durch Eilaufträge) dazu, dass alle Kollegen mit anpacken und ein richtig gutes Teamerlebnis entsteht. Am Ende des Tages sind aber doch alle erschöpft. Der Eilauftrag führt damit sowohl zum Teamerlebnis als auch zur Erschöpfung.
  2. Eine Korrelation sagt nicht, in welche Richtung der Zusammenhang zu interpretieren ist, was also Henne und was Ei ist. Das zweite Beispiel könnte so erklärt werden, dass man auf der Arbeit Stress hatte und das abends mit seinem Ehepartner bespricht. Das klappt gut und man ist sehr zufrieden mit dem Privatleben. Hier bedingt also der Stress die Zufriedenheit mit dem Privatleben und nicht umgekehrt.
  3. Der Zusammenhang ist tatsächlich so: Es gibt beispielsweise Menschen, die unter Druck aufblühen und Freude daran haben, unter Zeitdruck zu arbeiten.

Manchmal entstehen solche Effekte aber auch einfach ganz zufällig, insbesondere, wenn die Datenmenge gering ist, wenn die Teilnehmer also noch nicht lange mit dem DOSIMIRROR arbeiten oder häufig vergessen haben ihn auszufüllen. Dann fragt man am besten den Teilnehmer selbst, ob er eine Erklärung hat. Und wenn nicht, dann ignoriert man das Ergebnis. Dies kommt aber sehr selten vor.