DOSIMIRROR-Ladebalken

DOSIMIRROR bietet dem User nach wenigen Tagen der Eingabe eine ganze Reihe nützlicher Informationen zu individuellen Zusammenhängen zwischen Ressourcen, Belastungen und Empfinden. Für jede Parameterkombination werden innerhalb des Systems automatisierte Zusammenhangsanalysen durchgeführt und dem User als zusammengefasste Ergebnisse in Echtzeit – mit einer Interpretation – zurückgespiegelt.

Mit jedem Eingabetag werden die Berechnungen genauer, denn sie basieren auf einer stabileren Datenbasis als am Vortag. Wie präzise die Zusammenhangsanalysen von DOSIMIRROR sind, hängt neben der Anzahl der Eingabetage aber auch von der Stärke der berechneten Zusammenhänge ab. In dem DOSIMIRROR-Ladebalken ist die durchschnittliche Verlässlichkeit der Analysen – bei entsprechender Anzahl an Eingabetagen – in einem Wertebereich von 0% (überhaupt nicht tragfähig) bis 100% (maximale Präzision) zusammengefasst.

Die prozentualen Angaben zur Präzision der Analyseergebnisse stammen aus einer Experimentalstudie, deren Idee und Umsetzung in den folgenden Abschnitten skizziert wird.

 

Die Idee:

  • DOSIMIRROR-Eingabedaten für einen sehr langen Zeitraum simulieren, sodass der wahre Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen bekannt ist
  • Zufallsstichprobe aus den simulierten Daten ziehen und die Korrelation der Merkmale in dieser Zufallsstichprobe berechnen
  • Vergleich des wahren Korrelationskoeffizienten mit dem aus der Stichprobe berechneten Zusammenhangsmaß
  • Diesen Prozess viele Male wiederholen und am Ende zusammenfassen, wie oft die berechneten Korrelationen der wahren Korrelation ähneln

Abbildung 1: Idee der Simulationsstudie

Quelle: Eigene Darstellung

 

Der Ablauf:

  1. Erzeugung von simulierten DOSIMIRROR-Eingabedaten (n=1.000, entspräche ungefähr einer täglichen DOSIMIRROR-Anwendung über 3 Jahre), deren exakte Korrelation bekannt ist
  2. Definition eines Vertrauensbereichs um diese exakte Korrelation (r – 0,15 ≤ r ≤ r + 0,15)
  3. Wiederholung der Schritte 1. und 2. für verschiedene Korrelationen zwischen 0,30 und 0,90 mit Zwischenschritten von 0,05
  4. Zufallsstichproben in aufsteigender Größe (beginnend mit 3 Fällen, bis 30 Fälle erreicht sind) aus den simulierten Daten ziehen und jeweils den Korrelationskoeffizienten für diese Stichprobe berechnen
  5. Liegt die ermittelte Korrelation der Zufallsstichprobe innerhalb des Vertrauensbereichs?
  6. Die Schritte 4. und 5. werden 10.000 Mal wiederholt und am Ende geprüft wie viel Prozent der 10.000 ermittelten Korrelationskoeffizienten innerhalb des Vertrauensbereiches liegen

 

 

Abbildung 2: Durchschnittliche Präzision der DOSIMIRROR-Zusammenhangsanalysen

Quelle: Eigene Darstellung

 

Die Präzision der DOSIMIRROR-Ergebnisse orientiert sich an dieser Simulationsstudie. Aus den Anteilen aller simulierten Korrelationen (0,30 ≤ r ≤ 0,90), die innerhalb ihres jeweiligen Vertrauensbereichs liegen, werden Mittelwerte (siehe hierzu Abbildung 2) innerhalb der gleichen Stichprobengrößen und über die gesamte Breite der simulierten Korrelationsstärke berechnet. Daraus ergibt sich jeweils ein Anteilswert für die durchschnittliche absolute Präzision bei gegebener Stichprobengröße. Für die im DOSIMIRROR-Ladebalken hinterlegte relative Präzision wurden die Simulationsergebnisse nachträglich skaliert, sodass der Zeitraum an dem die maximale Präzision erreicht wird (30 Eingabetage) 100% entspricht.

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